logo

Dorothy Napangardi

Dorothy Napangardi wurde ungefähr Anfang 1950 in Pikilyi geboren, da in der Region liegt, die sich Mina Mina nennt und ca. 400 km entfernt von Alice Springs ist.

Ihre Kindheit verbrachte sie Yuendumu, sie ist eine von ungefähr 3.000 Mitgliedern der Warlpiri Sprachgruppe, die in der Tanami Wüste in Zentralaustralien beheimatet sind. Ihr Vater ist ein hoch geachteter Gesetzeshüter (lawgiver) in ihrer Gemeinde. Dorothy erhielt kaum eine formale Ausbildung, sie wurde - wie über viele Jahrtausende hinweg - durch Gesänge, Tanz und Geschichten, in den Sand gemalt durch ihre Mutter und später ihren Vater unterrichtet. Heute lebt Dorothy in Alice Springs und Sydney, ist Mutter von 5 Töchtern und Großmutter von vier Enkelkindern.

Dorothy begann 1987 in Alice Springs zu malen. Früher beschäftigten sich Dorothy's Gemälde oft mit der Darstellung der Busch Pflaume (Mukati) und Women's dreamings, ihr Mentor in dieser Zeit war ihre Freundin Eunice Napangardi.

Durch einen Ausflug 1987 zu einer Ausstellung nach Sydney, inspiriert durch Einflüsse vieler anderer Künstler begann sich ihr Stil zu ändern. Bahnbrechend veränderte sich ihr Stil jedoch erst nach Reisen zurück zu ihrem traditionellen Land Mina Mina Anfang 1990. Sie erhielt väterlicherseits die Autorität das Land rund um Mina Mina darzustellen. In ihren neuen Arbeiten beschränkt sie sich meistens auf die Farben schwarz und weiß, lässt den Linien ihren freien Fluss und beeindruckt uns mit schier unglaublichen Werken, die für uns zunächst abstrakt erscheinen.

In ihren Arbeiten treffen wir auf ein Netzwerk aus Linien; feine Linien, die ineinander und übereinander laufen, verwoben sind, sich rhythmisch vor unseren Augen bewegen und uns förmlich das Flirren der Sonne in der Wüste verspüren lassen.
Dorothy jedoch erzählt in ihren Arbeiten Geschichten aus dem Jukurrpa, die sie mit ihren innovativen Gemälden am Leben erhält.
Während des Jukurrpas versammelten sich Frauen der Ahnenzeit von der Napangardi und Napanangka Untergruppe um Zeremonie Grabstöcke (karlangu) zu sammeln, die während des Jukurrpas in der Gegend in Pikilyi geschaffen wurden. Die Gruppe der Frauen wanderte östlich zu einem Ort der Jakinyi heißt. Sie führten dabei Zeremonien aus, tanzten und sangen.

Dorothy Napangardi gehört zu den Frauen, die jahrtausendealtes Wissen weitergeben können und schon allein deshalb ist sie bemerkenswert. Dorothy entwickelte ihren ureigenen Stil, der uns auf ihren Gemälden wie ein Netzwerk aus Linien begegnet; feine Linien, die ineinander und übereinander laufen, verwoben sind, sich rhythmisch vor unseren Augen bewegen und wir förmlich das Flirren der Sonne in der Wüste verspüren. Dorothy ist eine gefeierte Künstlerin in der ganzen Welt. Ihre Werke sind in den wichtigsten Sammlungen in privaten als auch staatlichen Institutionen zu finden.
1991 gewann Dorothy den Preis für das beste Gemälde in European Media und erhielt den 8. National Aboriginal Kunstpreis. 1998 gewann sie den Northern Territory Award, und 2001 überzeugte sie die Jury und gewann mit ihrem Gemälde "Salt on Mina Mina" den 18. National Aboriginal und Torres Strait Islander Art Award.

Sammlungen:
  • National Gallery of Australia, Canberra
  • National Gallery of Victoria, Melbourne
  • Museum and Art Gallery of the Northern Territory, Darwin
  • Art Gallery of South Australia, Adelaide
  • Australian Council, Sydney
  • Queensland Museum, Brisbane
  • Kaplan Levi Collection, Seattle, USA
  • Richard Kelton Foundation, Santa Monica, USA
  • Linden Museum, Stuttgart, Deutschland
  • Artbank, Sydney
Ausgewählte Ausstellungen:
  • 1991, Araluen Arts Centre, Alice Springs
  • 1998, 2002, Gallery Gondwana, Alice Springs
  • 1998, 2000, Hogarth Galleries, Sydney
  • 1998 (15th), 1999 (16th), 2001 (18th) National Aboriginal und Torres Strait Islander Art Award, Darwin
  • 1999, Chapman Gallery, Canberra
  • 1999, 2001, Alliance Francaise de Canberra und French Embassy, Canberra
  • 1999, 2000, 2001, Vivien Anderson Gallery, Melbourne
  • 1999, Mosman Art Gallery, New South Wales
  • 2000, Australian Heritage Commission, Canberra
  • 2000, Gallery Australis, Adelaide
  • 2000, Rebecca Hossack Gallery, London, UK
  • 2001, Old Parliament House, Canberra
  • 2001, 31st Alice Prize, Araluen Arts Centre, Alice Springs
  • 2002, Art Fair, Melbourne
  • 2002, 2003, Museum of Contemporary Art, Sydney
  • 2003, National Art Gallery of Malaysia
  • 2010, "New Beginnings", Schloss Zweibrüggen, Übach-Palenberg, Deutschland - Brit's Art & Promotion
  • 2011, "Desert Stars", IHK Köln, Deutschland - Brit's Art & Promotion
Auszeichnungen:
  • 1991, Bestes Gemälde in Europäischen Media
  • 8th National Aboriginal Art Award
  • 1998, Erster Preis, Northern Territory Art Award, Alice Springs
  • 1999, Highly Commended, 16th NATSIAA
  • 2001, Erster Preis, 18th NATSIAA