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Lorna Napurrula Fencer (ca. 1920 - 2006)

Lorna&ich

Lorna Napurrula Fencer verstarb am Mittwoch, den 6. Dezember 2006 in Katherine im Krankenhaus durch die Folgen eines Schlaganfalls, den sie am frühen Abend erlitt. Lorna Napurrula Fencer war für mich eine Wegbegleiterin und die Lücke, die sie hinterlässt, wird nicht mehr zu schließen sein. Lorna war nicht nur eine außergewöhnliche Frau, sie war auch eine außergewöhnliche Künstlerin. Als Mensch war sie in ihrer Gemeinde eine hoch anerkannte Warlpiri Gesetzeshüterin, die für ihre Kultur gekämpft hat. Sie hat so ziemlich alles durchlebt, was die australische Assimilationspolitik zu bieten hatte und hat dabei trotz allem ihre Zuversicht nie verloren. Ihr persönliches Leben war geprägt von persönlichen Tragödien und den schwierigen und rauen Lebensbedingungen, die sie in Lajamanu und Katherine vorfand.

Trotz all dieser Widrigkeiten, war Lorna in der Lage Werke zu schaffen, die voller Lebensfreude waren, energiegeladen und einzigartig. Sie hat es immer wieder geschafft, Museen und Sammler staunen zu lassen und Begeisterung für ihre Arbeiten zu wecken. Ihre Arbeiten sind weltweit in Sammlungen eingegangen und national als auch international in Galerien zur Ausstellung gekommen.

Lorna war für mich eine Frau mit einer unglaublichen mentalen Stärke, die bis in ihr hohes Alter sowohl körperlich als auch geistig absolut auf der Höhe war. So schien es unglaublich und unfassbar, dass sie gegangen ist. Lorna war in meinem Leben die wohl unglaublichste und stärkste Frau, die ich kennen gelernt habe. Als eine dynamische künstlerische Kraft hinterlässt sie uns mit ihren Arbeiten ein großes Vermächtnis.

Hintergrund:

Lorna Fencer Napurrula, wurde ca. 1920 in Yartulu Yartulu geboren. Sie war Hüterin des Warlpiri Gesetzes und ihres traditionellen Landes Yumurrpa, welches nahe Chilla Well in der Tanami Wüste liegt. Das Land ihres Vaters war Wapuurtarli. 1949 wurde Lorna - wie auch viele andere Warlpiri - gegen ihren Willen in die staatlich gegründete Siedlung Lajamanu (in der Nähe von Hookers Creek) transportiert und musste somit ca. 250 Meilen nördlich entfernt von ihrem traditionellen Land leben.

Lajamanu befand sich auf dem traditionellen Land der Gurindji. Lorna behielt und vertiefte trotz alledem ihre kulturelle Identität durch Beibehaltung und Einhaltung der Zeremonien und letztlich auch durch ihre Kunst. Sie war eine angesehene Ältere und auch Lehrerin in ihrer Gemeinde.

Erst 1986 begann Lorna mit einer kleinen Gruppe von Frauen die Malerei. Diese Werke waren die ersten Gemälde von Frauen aus der Gegend von Lajamanu, die für das Warnayaka Art Center 1986 erstellt wurden.

Eine Kollektion dieser Bilder von den hoch angesehenen alten Frauen wurden von Judith Ryan für die National Gallery of Victoria erworben. Zwei dieser Bilder wurden als frühe Meisterwerke von Lorna Fencer Napurrula identifiziert.

Lorna Fencer's Werke sind eine Zelebration der puren Malerei. Ihre Werke sind gefüllt von spirituellen Gesten, sind außergewöhnlich, spontan und impulsiv aber sie setzt wich mit ihren explosiven linearen Designs dem sonst klassischen Warlpiri Stil entgegen, der sich durch viel Symmetrie ungleichmäßig verteilt und der Punkt-Technik auszeichnet.

Lorna malt typischerweise mit Acrylfarben auf Leinen. Ganz selten malt sie aber auch auf Holz. Weiterhin bemalt sie coolamons, kudrurru (fighting sticks), Quarz Steine und Schiefer. Lorna's Stil ist frei, abstrakt und extrem frech und "draufgängerisch". Lorna taucht den Pinsel in mehrere Mengen von unterschiedlichen Farben, bevor sie den Canvas berührt und eine Farbe nach und neben der anderen aufträgt. Wenn ihr Werk vollendet ist, sind für uns nur noch die öffentlichen Aspekte ihres Dreamings zu sehen. Lorna benutzt eine vibrierende Farbpalette, die von intensivem orange über pink, blau und limonengrün reicht. Ihre Werke zeichnen sich durch spontane Vitalität und Frische aus.

Dreamings:

Lorna's Land nennt sich Yumurrpa, welches nahe an den Felsen der Tanami Wüste liegt. Dort beginnt der "Yarla" (Yam oder Bush Potato) Dreaming Pfad , der sich nach Norden in Richtung Lajamanu zieht. Andere Träume beschreiben Wapirti und Marlujarra. All dies berechtigt sie "ngalatji" (Sweet Potatoes), kleine weiße Blumen, Bush Potatoes, Raupen (Caterpillars), etc. sowie einige Männer Geschichten (einschließlich Bumerang) zu malen.

Solo Ausstellungen:


1998
  • Me Walpiri, Alcaston Gallery, Melbourne
1999
  • Yulyulu, Alcaston House Gallery , Melbourne
2000
  • Valentine's Exhibition, Fireworks Gallery, Brisbane
  • Tracks across the Landscape, Land Rover Showroom, Sydney
  • "Wild" Walpiri Women, Cooee Aboriginal Art Gallery, Sydney
  • Yapa, Alcaston Gallery, Melbourne
2005
  • Lorna Napurrula Fencer: Recent Paintings, Hogarth Galleries, Sydney
  • All About Yumarrpa, Vivien Anderson Gallery, Melbourne.

Gruppen Ausstellungen:


1988
  • People, Place and Art, Hilton Hotel Adelaide
1990
  • Paint Up Big, National Gallery of Victoria
1991
  • Aboriginal Art & Spirituality, High Court of Australia, ACT Canberra
  • Aboriginal Art, Australian Embassy, Washington, USA
1994
  • Yapakurlangu Wirrkardu, Batchelor College, Tennant Creek, NT - Northern Territories
1996
  • All About Art, Alcaston Gallery, Melbourne; Rainbow Serpent, Vaucluse, NSW - New South Wales
1997
  • Women's Body Paintings from Lajamanu, Alcaston Gallery, Melbourne
  • Me Warlpiri, Alcaston Gallery, Melbourne
  • 6th Australian Contemporary Art Fair, Melbourne
  • Warnayaka Walpiri, Karen Brown Gallery, Darwin
  • Recent Aquisitions, National Gallery of Victoria, Melbourne
1998
  • John McCaughey Memorial Art Prize, National Gallery of Victoria, Melbourne
  • Australian Heritage Commision, Canberra
1999
  • Gondwana Galerie in Rom
  • Tjinyipjila - Australian Embassy, Washington, D.C.
  • Indigenous Art of the Dreamtime, United Nations Building, New York, USA
  • Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Jülich, Deutschland
  • Love, Magic, Erotics & Politics in Indigenous Art, S.H., Ervin Gallery, Sydney
  • "Yappa", Alcaston House Gallery, Melbourne
2000
  • Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln - Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Jülich
  • Lajamanu. Japingka Gallery, Fremantle, Western Australia
  • UFA-Fabrik, Berlin - Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Jülich
  • Expo 2000 im Australischen Pavillon in Hannover - Aboriginal Art
  • Galerie Brit's Art & Promotion, Jülich
  • Australische Nacht in Berlin, Zoo Aquarium Berlin - eine Gemeinschaftsaktion von der Australischen Botschaft, Expo 2000 und der Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • Opening of Yuwayi Art Centre, Yuwayi Gallery, Sydney
  • Große Kunstausstellung NRW in Düsseldorf - Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • Exposition personnelle, Japingka Gallery
2001
  • art & antique, Düsseldorf, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Jülich
  • Karen Browns Gallery, Darwin
  • "WECARE", Forschungszentrum Jülich, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • Little Gems, Japingka Gallery, Fremantle, Western Australia
  • Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln - Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • UFA-Fabrik, Berlin - Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Jülich
  • Tooa, The Original Aboriginal Art Company, Surfers Paradise, Queensland
  • Landesmuseum für Natur und Mensch, Oldenburg - Nacht der Museen, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion Jülich
  • Quellenhof-Dorint Hotel, Aachen, Germany, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • Große Kunstausstellung NRW 2001, Düsseldorf, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
2002
  • Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln, Aboriginal Art Galerie Brit#s Art & Promotion
  • Jinta Jungu, Museum für Naturkunde, Zentralinstitut der Humbold Universität zu Berlin, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • The big picture, Vivian Anderson Gallery, Melbourne
  • Leere & Vision, Herford, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • Inner Spring - New Works from the Tanami, Mary Place Gallery, Sydney
  • Große Kunstausstellung NRW, Museum Kunst Palast, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • Art & Communication, Vodafone Ratingen, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion
  • Lorna Napurrula Fencer, Japingka Gallery, Fremantle, Western Australia
2003
  • "Serenity - past and present", Walsrode, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Übach-Palenberg
  • 20th Telstra National Aboriginal and Torres Strait Islander Art Award, Museum and Art Gallery of the Northern Territory, Darwin
2004
  • The Dancers - Warlpiri Women, Art Mob, Hobart; Colour Power - Aboriginal Art Post 1984, The Ian Potter Centre, NGV Australia, Melbourne
  • 21st Telstra National Aborigainal and Torres Strait Islander Art Award, Museum and Art Gallery of the Northern Territory, Darwin
2005
  • Decouvrir, Rever, Investir, Australian Embassy, Paris, France
2007
  • Zeitgenössische Aboriginal Art, Kulturzentrum Burg Baesweiler, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Germany
2008
  • Call from the desert, Aboriginal Art Galerie Brit's Art & Promotion, Übach-Palenberg
2009
  • Common Ground, Schloss Zweibrüggen, Übach-Palenberg, Aboriginal Art Galerie - Brit's Art & Promotion
2010
  • "New Beginnings", Schloss Zweibrüggen, Übach-Palenberg, Aboriginal Art Galerie - Brit's Art & Promotion
2011
  • "Desert Stars", IHK Köln, Aboriginal Art Galerie - Brit's Art & Promotion

Auszeichnungen:

1997
  • Winner, Gold Coast City Award, Conrad Jupiters Casino, Gold Coast
1998
  • John McCaughey Memorial Art Award, Commissioned Artist National Gallery of Victoria, Melbourne

Kommissionen:

John McCaughey Memorial Art Prize, National Gallery of Victoria

Sammlungen:

Ausgewählte Publikationen:

©2011 Brit's Art & Promotion