Ausstellungen:
2007
2005
2004
2003
2002
2001
Sammlungen: National Gallery of Victoria
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Minnie Pwerle wurde ungefähr 1910 in der Region um Utopia geboren und ist 2006 verstorben.
Ihr Land ist Atnwengerrp und ihre Sprache ist Anmatyerre und Alyawarr. Minnie hatte fünf Schwestern, Margie, Molly, Emily, Lois (ihr anderer Bruder ist verstorben). Sie hatte sieben Kinder einschließlich Eileen, Betty, Junis, Dora, Raymond und Barbara Weir. Barbara ist auch eine weithin bekannte Künstlerin aus Utopia. Minnie war Witwe und lebte mit ihren eigenen Kindern in Utopia. Gelegentlich besuchte sie ihre Tochter Barbara Weir mit ihrem Mann Fred Torres und den Enkelkindern in Adelaide.
Minnie begann erst 1999 ernsthaft mit der Malerei. Ihre ersten Arbeiten, die sie in Workshops in Utopia im September/Oktober 1999 schuf, waren lineare Gemälde, die durch freien Linienfluss und einen kreativen, ganz eigenen Stil hervorstachen. Ihre Arbeiten genießen heute international höchste Anerkennung. Ihre Arbeiten sind auffällig, frei fließend, modern und doch spirituell geladen. Kunstliebhaber sind sofort auf Ihre Gemälde aufmerksam geworden und waren gefangen genommen von der Ausdrucksstärke ihrer Arbeit. Die Hauptdreamings der Künstlerin sind "Awelye-Atnwengerrp" (Frauenträume), die "Buschmelone" und die "Buschmelonensamen".
Die Gemälde zeigen ihre Liebe und den Respekt für das Land und die Nahrung, die es den Leuten zur Verfügung stellt. "Awelye-Atnwengerrp" wird durch eine Reihe Linien bildlich dargestellt, die in den unterschiedlichen Breiten und Farben gemalt werden. Dieses Muster stellt die Linien dar, die während der Zeremonien in Minnie’s Land auf die obere Körperhälfte der Frauen gemalt werden. Mit einem linearen Design der Kurven und der Kreise in den unterschiedlichen Farben wird die „Buschmelone“ bildlich dargestellt. Ein sehr losgelöstes und auffälliges Design finden wir bei der Darstellung der Buschmelonensamen. Die großen und kleinen Flecken der Farbe sehen so aus, als ob sie auf die Leinwand gestreut sind. Beide Dreamings erzählen die Geschichte der süßen Nahrung, die an einem kleinen Busch wächst, der nur in Atnwengerrp gefunden wird. Früher fand man die Buschmelone sehr häufig, doch über die Jahre hinweg ist sie immer seltener geworden und heute nur noch schwer zu finden.Die Buschmelone ist eine Sommerfrucht. Minnie und die anderen Frauen sammelten diese Frucht (die in grüner Farbe gepflückt bzw. geerntet wurde und braun wird, wenn sie reif ist) und kratzten den kleinen schwarzen Samen heraus. Die Frucht konnte sofort verzehrt werden oder aber getrocknet und zum späteren Verzehr aufbewahrt werden. Oft ließen sie die Frucht trocknen, um sie dann für die kommenden Monate in denen die Buschnahrung knapp wurde als Reserve zu behalten. Die späten Arbeiten von Minnie Pwerles sind eine Kombination zwischen Moderne, Impressionismus, zeitgenössischer Theorie und Aboriginality. Sie malte eine reiche expressionistische Geschichte von ihren eigenen „sacred dreamings“ (heiligen Dreamings). Die Werke von Minnie Pwerle stellen eine harmonische strukturelle Gestaltungsarbeit dar, die uns helfen sollen zu verstehen. Ihre Kombination von historischem, visuellem Stil und spirituellem Inhalt fördern eine Einigkeit der völlig unterschiedlichen Einflusssphären.
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Sammlungen: National Gallery of Victoria
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